Bunte Tattoo-Truppe ruft zur Typisierung

Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke hat viele Gesichter – Stefan-Morsch-Stiftung beim Tattoo- und Lifestyle Event „Inkovation“ in Kirn

„Wir sind bunt und viele von uns tragen das, was sie im Herzen bewegt auf der Haut. Deshalb wollen wir die die Stefan-Morsch-Stiftung im Kampf gegen die Leukämie unterstützen!“ Matthias Kantner gehört zur Generation „Ink“. Er organisiert seit zwei Jahren in Kirn und anderswo Tattoo-Messen. Am Samstag und Sonntag, 11. und 12. November 2017, ist es wieder soweit: 50 nationale und internationale Tattoo-Künstler kommen nach Kirn ins Gesellschaftshaus, Neue Str.2.

In der ersten deutschen Stammzellspenderdatei  aus Birkenfeld sind derzeit mehr als 450 000 Menschen registriert: Ärzte und Architekten, Baggerführer und Bahnmitarbeiter, Christen und Muslime, Menschen mit deutschen und anderen Wurzeln, Sportler, Musiker, Haus- und Powerfrauen. „Jeder kann helfen, lautet die Devise“, so die Stefan-Morsch-Stiftung. „Was zählt ist, dass man sich als Spender registrieren lässt, wenn man gesund und unter 40 Jahre alt ist. Denn dann besteht die größte Chance, dass man im Ernstfall einem an Leukämie erkrankten Menschen durch eine Stammzelltransplantation das Leben retten kann.“

Matthias Kantner, Organisator des Kirner Tattoo- und Lifestyle-Events, sieht das genauso: „Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 11 000 Menschen an Leukämie. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen.“ Deshalb ruft er am Sonntag alle Besucher dazu auf, sich am Stand der gemeinnützigen Stiftung als Stammzellspender registrieren zu lassen. Die Typisierung ist für Menschen bis 40 Jahre kostenlos. Um das zum Teil zu finanzieren, wird Kantner, Chef der Eventagentur „Nettistanders“, einen Teil der Eintrittsgelder spenden. Denn jede Spenderregistrierung muss die Stefan-Morsch-Stiftung mit 40 Euro aus Spenden finanzieren: „Das heißt, wer sich nicht typisieren lassen will oder kann, hat die Möglichkeit auch mit einer Geldspende Leukämiekranken unter die Arme zu greifen!“

Er und seine Gäste sind nicht nur bunt. Es gibt auch ein buntes Programm: Tattoo-Künstler wie Nancy Mietzii von der ProSieben-Show „Horror Tattoos“ und andere Tätowierer, die aus Chile, der Schweiz oder Kroatien kommen nach Kirn. Es gibt eine Live-Piercing-Show, sowie regionale Aussteller, die über die richtige Pflege der unter die Haut gehenden Kunstwerke informieren. Die Brettpiraten bieten Burger und einer der innovativsten Moselwinzer ist auch im Gesellschaftshaus präsent – der Moselpirat Pascal Hahn.

Mehr Info zur Typisierung: Die Stefan-Morsch-Stiftung ist unter der gebührenfreien Hotline 08 00 – 766 77 24 oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Auf der Homepage www.stefan-morsch-stiftung.de kann man sich ebenfalls informieren.

Wie funktioniert eine Stammzellspende?

Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner die Stammzellen aus dem Beckenknochen des. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

Ist eine Online-Registrierung möglich?

Über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) kann man sich jederzeit als Stammzellspender erfassen lassen. Über den Online-Registrierungsbutton auf der Startseite kommt man zur Einverständniserklärung. Dort müssen eine Reihe von Gesundheitsfragen beantwortet werden, deshalb sollte die PDF „Wie werde ich Spender?“ vorab genau gelesen werden. Nach dem Ausfüllen der Einverständniserklärung bekommt man ein Registrierungsset mit genauer Anleitung zugeschickt. Für Spender, die jünger als 40 Jahre sind, entstehen dabei keine Kosten.

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).                

Bild: oben links: Florian Becker de Heer (Deine Shirts.com), Thorsten Woyde (Tante Adda´s Tattostudio)(Mitte), Steffen Franzmann (Augenoptiker Franzmann), u.v.l.n.r. Isabelle Kessel (Platzhirsch Tattoostudio), Natasa Kajdl (Tante Adda´s Tattostudio), Eva Woyde (Tante Adda´s Tattostudio), Matthias Kantner (nettistanders

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